Informationen für privat versicherte Patienten und Patienten mit Anspruch auf Beihilfe

Immer häufiger berichten uns Patienten, Ihnen sei eine volle Kostenübernahme für eingereichte Honorarrechnungen durch ihre private Krankenversicherung abgelehnt worden. Als Begründung für die Ablehnung der vollen Erstattung wird jeweils – unabhängig von der tatsächlichen Höhe der Honorarforderung – eine angebliche Überhöhung derselben vorgebracht. Lediglich Honorare bis zur Höhe der Bundesbeihilfesätze für Beamten bleiben unbeanstandet. Waren es früher noch einige wenige Versicherungsgesellschaften, übernehmen nun immer mehr Gesellschaften diese fragwürdige Geschäftspraktik.

Da sich die einzelnen Versicherer gegenüber Ihren Kunden stets der gleichen Argumente, bis hin zur identischen Wortwahl in ihrer Korrespondenz bedienen, kann von einer abgesprochenen Politik dieser Gesellschaften ausgegangen werden. Mit Scheinargumenten wird bei den Kunden, unseren Patienten, der Eindruck erweckt, unberechtigte Kürzungen seien legitim. Die Versicherungsgesellschaften spekulieren (leider all zu oft mit Erfolg) darauf, dass Ihre Kunden von einer – zumeist erfolgversprechenden – Einschaltung ihres Rechtsanwaltes zurückschrecken. Möglicherweise hoffen sie gar darauf, dass ihre Kundschaft, unsere Patienten, angesichts unzumutbarer Eigenbeteiligungen freiwillig auf langwierigere Therapiemaßnahmen verzichtet. Dieser Eindruck drängt sich förmlich auf, da es vor allem ältere und chronisch kranke Patienten sind, die regelmäßig von Erstattungsproblemen mit ihrer PKV berichten.